Tauchen auf den Azoren
Die Azoren zählen zu den wenigen Tauchgebieten in Europa, in denen gezielt Begegnungen mit Großfischen im offenen Atlantik möglich sind. Statt klassischem Rifftauchen steht hier das Blauwassertauchen im Fokus – oft ohne festen Bezug zum Meeresboden und mit klarem Wasser und Sichtweiten von meist 20 bis 30 Metern.
Im Mittelpunkt stehen vor allem Blau- und Makohai. Blauhaie werden bis zu 3–4 Meter lang und zeigen sich häufig neugierig und ruhig, während Makos deutlich kraftvoller und schneller auftreten und zu den dynamischsten Haiarten zählen. Ergänzt wird das Erlebnis durch Mobulas (Teufelsrochen), die am Offshore-Spot Princess Alice regelmäßig in Gruppen auftreten und Spannweiten von bis zu 3 Metern erreichen.
Auch über Wasser gehören die Azoren zu den besten Regionen Europas für Meeressäuger. Je nach Jahreszeit lassen sich hier verschiedene Walarten beobachten, darunter Blauwale, Finnwale, Seiwale und Pottwale. Die beste Zeit für Großwale liegt im Frühjahr (März bis Mai), während Pottwale und Delfine fast ganzjährig anzutreffen sind.
Typisch für das Tauchen auf den Azoren ist die starke Abhängigkeit von Wetter und Seegang. Offshore-Ausfahrten sind nicht immer planbar und Begegnungen mit Großtieren können nicht garantiert werden. Genau diese Bedingungen machen den Charakter der Region aus: weniger planbar, dafür bei guten Voraussetzungen außergewöhnlich intensiv und einzigartig.