Abends sind im Restaurant der Scuba Lodge die indonesischen Köche Ronald und Denise zu Gast, die auf dem Holzkohle-Grill Saté-Spieße zubereiten, die mit Lonton-Reis, Gemüse und einer fantastischen Erdnusssoße serviert werden. Auch wenn es wegen des großen Andrangs etwas länger dauern kann, lohnt sich der Abend auf jeden Fall. Eine weitere Besonderheit ist das Frühstück. Das Frühstück wird à la carte serviert. Gäste, die mit Frühstück gebucht haben, erhalten einen Breakfast Basket. Im Korb wird ein üppiges Frühstück mit einer wechselnden Eierspeise, frischem Obst, Brot, Käse, Wurst, Naturjoghurt, Honig und Nüssen serviert, alles schön und umweltfreundlich in wiederverwendbaren Gefäßen verpackt. Nicht nur schön anzusehen, sondern auch sehr nahrhaft und lecker.
Die ersten Taucheindrücke
Am 2. Tag haben wir zwei Tauchgänge. Wir starten bei Marie Pompoen, ca. 10 Fahrminuten von der Scuba Lodge entfernt. Die Unterwasserwelt ist beeindruckend, eine wunderschöne Landschaft aus Korallen und Schwämmen empfängt uns. In der Nähe des Einstiegs ist eine Korallenaufzuchtstation, ein gutes Zeichen dafür, dass man auch auf Curaçao beginnt, unter Wasser den Umweltschutz ernst zu nehmen. Wie schon am Tag vorher beindruckt uns die große Anzahl und Artenvielfalt an Fischen.
Der brandungsreiche Einstieg zum zweiten Tauchgang am Hausriff der Scuba Lodge ist schnell vergessen, als wir einen Knurrhahn aufscheuchen, der seine blauen „Flügel“ aufspannt und sich auf den Sandboden kauert.
Die Scuba Lodge Tauchbasis befindet sich auf dem Gelände des Hotels. In einem großen Container untergebracht, wirkt zwar alles etwas provisorisch, auf charmant karibische Art ist aber alles Notwendige vorhanden. Ein professionelles Team bietet tägliche Ausfahrten zu unterschiedlichen Tauchplätzen und in verschiedenen Kleingruppen. Einzigartig ist der auffällig rot-weiß lackierte alte amerikanische Schulbus, mit dem macht es einfach Spaß, durch die Gegend zu fahren.
Wie fast überall begegnen wir Rotfeuerfischen, Skorpionsfischen und einer intakten Korallenlandschaft und vielen verschiedenen Schwämmen. Nach einem wunderbaren Abendessen auf Gourmet-Niveau im Restaurant BijBlauw ganz in der Nähe müssen wir uns am nächsten Tag auch schon wieder von der Scuba Lodge verabschieden.
Lagun Blou Resort
Unser nächstes Ziel ist das Lagun Blou Resort an der Playa Lagun im Nordwesten der Insel. Seit der Niederländer Tom Baijer die Apartmentanlage vor vier Jahren übernommen hat, wurde sie aufwendig renoviert und ausgebaut zu einem Ort, an dem wir uns sofort wohlfühlen. Wir werden von Mitarbeiterin Denise freundlich begrüßt, und auf einem kurzen Rundgang zeigt sie uns alle Annehmlichkeiten der kleinen Anlage. Neben einem kleinen Pool mit Sonnenliegen, umrahmt von schattenspendenden Pflanzen, laden entlang der Klippe wunderschön gestaltete Bereiche mit Sonnenliegen und beschattete Sitzgruppen zum Verweilen ein. Highlight ist ein kleiner Whirlpool, von dem man beim Sundowner den Sonnenuntergang genießen kann. Beeindruckend ist auch das viele Grün, das erst Tom in den letzten vier Jahren gepflanzt hat.
Die Bungalows, die aus jeweils zwei Apartments bestehen, wurden entlang der Klippe platziert, so dass man von den meisten einen fantastischen Blick aufs Meer genießt. Die zweistöckigen Gebäude sind geschmackvoll eingerichtet. Die Küche ist gut ausgestattet, um eine einfache Mahlzeit zuzubereiten. Das Frühstück machen wir uns nun selbst und genießen es auf der kleinen Terrasse im Erdgeschoss mit Blick über die Bucht. Die Zutaten kaufen wir im Supermarkt oder im Resort-eigenen kleinen Shop. Beim Frühstück sind wir nicht lang allein. Rasch finden sich zahlreiche Leguane ein und geben unmissverständlich zu verstehen, dass sie auch hungrig sind. Auch verschiedene Vögel und einige Katzen freuen sich über eine kleine Gabe. Ansonsten genießt man aber meist Ruhe und Abgeschiedenheit.